Der Ausgangspunkt für die vorliegende Projektidee entstand durch den Kontakt & die Zusammenarbeit im Rahmen von Ausstellungsprojekten des Kulturvereins ConCult_ in den Jahren 2003/2004 mit den neuen Beitrittsländern. Vielfach durch das hohe Engagement der Kulturbeauftragten wettgemacht, bleibt doch häufig vieles aufgrund von Zeit & Ressourcenmangel- zum Leidwesen dieser - recht unbekannt und ungenutzt.
Dieses ungenutzte Potenzial an „Kultur- Erfahrungen“ und die Beschäftigung mit virtuellen/materiellen Vernetzungsräumen führten zur Idee Online- Plattform Connecting Culture Austria. Als gängige Kulturpraxis zur Informationssuche will sie neue Bedeutungszusammenhänge und dynamische Wechselverhältnisse zu virtuellen und physischen Umwelten herstellen.
Ein Portal zur Programm-Präsentation der internationalen Kulturinstitute schafft ein günstiges, attraktives Rahmen-Medium, erhöht die Wahrscheinlichkeit gefunden und wahrgenommen! zu werden und offeriert Anknüpfungsoptionen für Multiplikatoren und Medien.
ist als intermediales Projekt, als Plattform und „easy network“ konzipiert und steht InteressentInnen aller Bereiche offen.
Die Domain connectingculture.at spiegelt die Projektphilosophie, das sich der weiteren Vernetzung und Verschränkung grenzübergreifender Ideen, Initiativen, Projekte und Akteure verschreibt und gleichzeitig den End- Rezipienten über diese Aktivitäten in seinem Lebensraum informieren will.
Die Vision ist „Internationales mit Regionalem und Lokalem“ verstärkt in Berührung zu bringen und diesen Kulturaustausch als Themensetting ins öffentliche Bewußtseinsfeld zu rücken.
Die Kerninhalte der Online- Plattform orientieren sich primär an den Programmen der internationalen Kulturinstitute in Österreich und vergleichbaren Initiativen und Projekten auf "heimischer" Seite, ergänzt durch einen Journalteil mit Schwerpunktthemen.
Jourfixe mit den Kulturinstituten im Realraum sind ein zweiter Stützpfeiler der Vernetzungsaktivität.
Statements zum Projekt
PETRA BOHUSLAV: GEMEINSAME KULTURARBEIT ÜBER RÄUMLICHE & GEISTIGE GRENZEN
Durch den Wegfall des Eisernen Vorhanges und die EU-Erweiterung verlieren Grenzen zunehmend an Bedeutung. Niederösterreich hat die gemeinsame Kulturarbeit mit den osteuropäischen Nachbarn in den vergangenen Jahren intensiviert. Stellvertretend für zahlreiche grenzüberschreitende Kooperationen und Austauschprojekte verweise ich auf die erste länderübergreifende Landesausstellung mit Tschechien, welche die gemeinsame Geschichte zweier Länder thematisiert. Atelierwohnungen bieten im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms internationalen Künstlern die Möglichkeit, in Niederösterreich künstlerisch aktiv zu werden. Hier arbeiten wir über alle Grenzen hinweg an einem völkerverbindenden Meinungsaustausch.
Die positiven Effekte des interkulturellen Dialogs liegen zum einen im Entdecken und Bekennen der heimischen Wurzeln und zum anderen in der Bereitschaft über den eigenen Tellerrand zu blicken und neue Standpunkte einzuholen. Insofern leistet die Plattform ConnectingCultureAustria einen nachhaltigen Beitrag auf dem Weg zu einem gemeinsamen weltoffenen Denken.
Dr.in Petra Bohuslav, Kulturlandesrätin Niederösterreich
EMIL BRIX: ÖSTERREICH IST EIN ORT DER KULTURELLEN VIELFALT!
"Eine Kulturnation zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass weltweit Interesse an ihren künstlerischen und wissenschaftlichen Traditionen und Innovationen besteht sowie im eigenen Land Kultur als wesentliche Lebensgrundlage gefördert wird, sondern auch durch Neugier an dem was in anderen Ländern an neuen kulturellen Ausdrucksformen entsteht.
Als Leiter der Kulturpolitischen Sektion des österreichischen Außenministeriums unterstütze ich daher gerne aus Überzeugung das Projekt eines gemeinsamen Webportals für ausländische Kulturinstitute in Österreich. Dieses Projekt ist nicht nur geeignet internationale Kulturbeziehungen zu dokumentieren, sondern auch das Interesse an ausländischen Kulturveranstaltungen in Österreich zu steigern. Österreich ist ein Ort kultureller Vielfalt, der seine Kreativität auch daraus bezieht, dass er offen und attraktiv ist für Künstler und Kulturveranstalter der ganzen Welt."
Botschafter Dr. Emil Brix ist der Leiter der kulturpolitischen Sektion des BmaA unterstützt das Projekt mit seinem Ehrenschutz.
HANNES SWOBODA: KULTUR ALS SEELE EUROPAS
„Für mich ist die kulturelle Dimension der Politik äußerst wichtig, auch wenn ich nie im engeren Sinne kulturpolitisch tätig war. Aber ob als Stadtrat oder heute als EU-Abgeordneter: Kultur bleibt für mich ein wesentlicher Bestandteil des politischen Geschehens.
Die kulturelle Dimension unseres gesellschaftlichen Lebens ist nicht nur ein Wert an sich. Sie sollte auch dazu beitragen, aus Europa insgesamt einen „schöpferischen Kontinent“ zu machen. Gerade im Zusammenhang mit dem Lissabon-Ziel der verstärkten Wettbewerbsfähigkeit durch die Förderung des Wachstums darf die kulturelle Seite nicht vergessen werden.
Das europäische Gesellschaftsmodell, das wir unter großen Schmerzen errungen haben und das auch bei uns noch nicht abgesichert ist, muss in diesem Sinn mit Sensibilität und Respekt auch vor anderen Kulturen und Gesellschaften weiter vermittelt werden.
Initiativen wie die Online-Plattform Connecting Culture Austria sind ein wichtiger Baustein auf diesem Weg!“
MEP Dr. Hannes Swoboda, Abgeordneter zum Europäischen Parlament und Vizepräsident der SPE-Fraktion, unterstützt das Projekt mit seinem Ehrenschutz.
OTHMAR KARAS: Förderung von gegenseitigem Verständnis!
"Die Idee, Kulturräume via eine Onlineplattform miteinander zu vernetzen, ist originell und wichtig. So können sich Internetbenutzer schnell und umfassend über aktuelle Projekte und Veranstaltungen informieren und einen guten Einblick in das internationale Kulturschaffen erhalten.
Connecting culture austria ermöglicht einen Kulturaustausch, welcher den Bedürfnissen unseres Medienzeitalters voll und ganz entspricht. Gerade als Mitglied des Europäischen Parlaments sind mir internationale und vor allem europäische Vernetzung ein großes Anliegen. Der Kulturbereich ist besonders gut dazu geeignet, ein gegenseitiges Verständnis und Interesse der verschiedenen Länder zu fördern."
Mag. Othmar Karas, M.B.L.-HSG, Member of the European Parliament, Vice-president EPP-ED-Group
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